Körperfettwaagen: Messung mittels elektronischer Impulse

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Das Körpergewicht allein sagt nur wenig über den Fitnesszustand eines Menschen aus. Profisportler beispielsweise bringen oft einige Kilos auf die Waage. Dennoch sehen sie aufgrund ihres hohen Muskelanteils nicht übergewichtig, sondern topfit und trainiert aus. Im Gegenzug können auch sehr schlanke Menschen einen überraschend hohen Körperfettanteil aufweisen. Ein Faktor, der unter Umständen sogar gesundheitsgefährdend sein kann. Denn gerade das innere Bauchfett begünstigt Herzkreislauferkrankungen. Gängige Körperfettwaagen sind nicht so genau wie die Methoden, die Mediziner verwenden, geben aber einen guten Eindruck davon, wie Muskeln und Fettpölsterchen am eigenen Körper verteilt sind.

Elektroden auf der Standfläche

Das Verfahren, mit dem sie arbeiten, ist als Bioelektrische Impedanzanalyse, kurz BIA, bekannt. Es basiert auf der Erkenntnis, das Wasser, Fettgewebe und Muskeln elektrische Impulse unterschiedlich schnell durch den Körper leiten. Dementsprechend sind Körperanalysewaagen auf ihrer Standfläche mit Elektroden versehen, beispielsweise in Form von Metallstreifen oder Knöpfen, auf die sich der Nutzer stellt. Schaltet er die Körperfettwaage an, sendet sie winzige, nicht spürbare Stromstöße durch den Körper. Aus dem elektrischen Widerstand, der dem Stromfluss entgegensteht, errechnet die Waage den Flüssigkeitsanteil des Körpers und davon ausgehend die Fettmasse aus der Differenz zwischen dem Gewicht und dem Wassergehalt des Körpers.

Auf gleichbleibende Bedingungen achten

Dem Nutzer werden Wasseranteil, Muskelanteil und Fettanteil in Prozent angezeigt. Die meisten Waagen werden außerdem mit einer Broschüre geliefert, die einen Überblick über die Normwerte nach Geschlecht und Alter gibt. Da der Wasseranteil starken Schwankungen unterworfen ist, sollten sich Nutzer stets zur selben Zeit und unter denselben Bedingungen wiegen. Beispielsweise morgens vor dem Frühstück. Nur so erhalten sie vergleichbare Werte und können Veränderungen im Verhältnis von Fett- und Muskelanteil ihres Körpers verlässlich erkennen.

Bild: bigstockphoto.com / Dmytro Flisak