Bräunungscreme im Test

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Bikini line against dark tanned skinObwohl inzwischen wohl jeder um die schädliche Wirkung der UV-Strahlung weiß, gilt eine braune Haut in unseren Breiten immer noch als gesund und attraktiv. Da es sich langsam aber herum gesprochen hat, dass der Besuch von Solarien und ausgedehnte Sonnenbäder Hautkrebs auslösen können, suchen die Menschen nach Alternativen. Hier greift so mancher zur Bräunungscreme.

Wie funktioniert die Bräune aus der Flasche?

Der Wirkstoff, der die Bräunung der Haut hervorruft heißt Dihydroxyaceton (DHA), das ist ein farbloser Zucker. Durch Zufall entdeckte man in einer Kinderklinik in Cincinnati die bräunende Wirkung von DHA. Der Stoff reagiert mit Eiweißen in der äußeren Hornschicht der Haut: es werden braune Pigmente gebildet. Diese chemische Reaktion beginnt sofort nach dem Auftragen und dauert einige Stunden an. Die Bräune verschwindet jedoch nach etwa einer Woche, weil die oberen Zellen der Haut sich ständig erneuern.

Was kann problematisch sein?

Die Substanz DHA ist nicht sehr stabil. Sie zerfällt unter Wärmeeinwirkung und bei längerer Lagerung entsteht Formaldehyd. Da der Anteil des DHA recht gering ist (3-5%) enthalten die meisten Bräunungscremes viel Wasser. Wasser jedoch begünstigt die Entstehung von Formaldehyd wie ein Katalysator. Formaldehyd gilt als krebsauslösend.

Ist es also sinnvoll, Selbstbräuner anzuwenden?

Das bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Die Frage, die sich aufdrängt ist sicherlich, ob es sich lohnt, für eine kurzandauernde Bräune ein Gesundheitsrisiko durch Formaldehyd auf sich zu nehmen. Es gibt keine Langzeitstudien, die die Unschädlichkeit von Bräunungscreme im Test belegen könnten. Jedoch ist in den Produkten mal mehr, mal weniger Formaldehyd vorzufinden. So ist dies eines der Kriterien, die bei einem Bräunungscreme -Test angelegt werden. Hinzu kommt, dass der Braunton unnatürlich aussehen kann und durch Ungenauigkeiten beim Auftragen hässliche Flecken entstehen können, die sich nicht beseitigen lassen. Schwangere sollten grundsätzlich die Finger von diesen Kosmetikprodukten lassen. Fest steht jedoch: Bräunungscreme ist in jedem Fall ungefährlicher als Sonnenstrahlen oder Solarien.

Bräunungscreme im Test

Für sehr gut befunden wurden beispielsweise in einem Test der Zeitschrift Ökotest die Produkte “Lavera Sun sensitiv Sebstbräuner, Lotion” von Leverana und “Sunless Bronze Selbstbräuner” von Annemarie Börlind. Eine ausführliche Vergleichstabelle ist hier bei Stiftung Warentest einzusehen. Einem subjektiveren Bräunungscreme-Test hat sich eine Redakteurin der Brigitte unterzogen.

Ein wichtiger Aspekt sollte jedoch nicht vergessen werden: Dass durch Selbstbräuner gebräunte Haut besser gegen die Sonne geschützt ist, ist ein Trugschluss. Sonnencreme ist weiterhin unabdingbar!

Bild: bigstockphoto.com / Marko_Marcello